Tipps & Tricks -
für ein bisschen mehr Nachhaltigkeit mit Kita-Kids

Die Eltern-AG „Nachhaltigkeit“ hat euch ein paar Nachhaltigkeitstipps zusammengestellt.

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Weil Kinder es lieben: Mit Bus und Bahn unterwegs sein

Das Auto stehen zu lassen und mit den „Öffis“ zu fahren, ist nicht nur gut für Klima und Umwelt, sondern für Kinder ein Erlebnis! Kind er unter 6 Jahren fahren kostenlos, die großen Geschwister zwischen 6 und 14 Jahren zahlen die Hälfte. Eine besondere Regelung gibt es in Dormagen: Mit dem „Deutschlandticket Schule“ sind Schülerinnen und Schüler für nur 14 Euro im Monat deutschlandweit mobil – unabhängig davon, welche Schule sie

besuchen (Stand: 8/2025). Und auch für Mama und Papa lohnt sich die Fahrt: Statt sich aufs Lenken zu konzentrieren, bleibt mehr Zeit für Gespräche, gemeinsames Schauen und Zusammensein

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So viel Auswahl! Leihen statt kaufen in der Stadtbibliothek

In einer Bibliothek ist jeder Besuch ein Abenteuer! Die größeren und kleineren Bibliotheken im Stadtgebiet Dormagener bieten eine große Auswahl auszuleihender Bücher. Oft wird noch mehr angeboten, wie Hörspiele, Filme und Gesellschaftsspiele. In der “Bibliothek der Dinge“ der Dormagener Stadtbibliothek kann man seit 2024 sogar Dinge ausleihen, wie zum Beispiel einen CD-Player, ein Laminiergerät, ein Einrad, Jonglierkeulen und ein Strommessgerät. Für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren ist der Bibliotheksausweis völlig kostenlos! Übrigens: Die Dormagener Stadtbusse halten bei der Stadtbibliothek fast vor der Eingangstür!

Stadtbücherei Dormagen

Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW, CC BY 2.0, Wikipedia

 

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Es muss nicht alles neu sein: Trödeln! – zum Beispiel im Tannenbusch!

Gerade mit Kindern sammelt sich schnell allerlei im Kinderzimmer und drumherum. Klar, sie brauchen einiges – aber oft nur für kurze Zeit, so schnell wie sie groß werden. Warum also alles neu kaufen? Auf Trödelmärkten gibt‘s für kleines Geld gut erhaltene Kinderkleidung, Bücher und Spielzeug – oder man verkauft selber, was nicht mehr passt oder gebraucht wird. Ein echter Tipp sind die Trödelmärkte im Tannenbusch, die mehrmals im Jahr zur warmen Jahreszeit stattfinden. So macht Nachhaltigkeit Spaß – und schont gleichzeitig den Geldbeutel!

© Vanessa Bucceri / Unsplash.com / CC0

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Hosen mit Löchern an den Knien? Mach Sommerhosen draus! (Upcycling)

Wer kennt es nicht? Kaum ist der Winter vorbei, stapeln sich im Kinderkleiderschrank lange Hosen mit durchgescheuerten Knien. Aber kein Grund zum Wegwerfen – schließlich steht der Sommer vor der Tür! Warum also nicht einfach abschneiden, umnähen und luftige Shorts draus machen? Das spart Geld, schont Ressourcen und gibt Lieblingsstücken ein zweites Leben.

Konsumpyramide

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Laufende Wasserhähne beim Händewaschen? Durchlaufbegrenzer sparen Wasser & Energie!

Gerade mit Kindern läuft der Wasserhahn öfter mal länger: ob beim Zähneputzen, Baden oder Duschen. Wenn dabei Warmwasser fließt, steigt nicht nur der Wasser-, sondern auch der Energieverbrauch deutlich an. Deshalb lohnt sich der Einsatz von Durchlaufbegrenzern an Wasserhähnen und Duschköpfen besonders im Familienalltag: Sie reduzieren die Menge des durchlaufenden Wassers spürbar – ohne Komfortverlust! Für wenig Geld (meist unter 10 Euro im Baumarkt) lässt sich mit wenigen Handgriffen eine Menge Energie sparen – weshalb man beim Warmwasser auch von den „big points“ des Energiesparens spricht!

KI-generiert

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Kindergeburtstage ohne Geschenkpapier-Müll: In Stoff einpacken und wiederverwenden!​

Bunte Geschenke gehören zu jedem Kindergeburtstag dazu – doch der Berg an Geschenkpapier landet meist schon nach wenigen Minuten im Müll. Dabei geht es auch anders: Geschenke lassen sich wunderbar in Stoff einpacken – ganz ohne Abfall! Ob ein hübsches Tuch, ein Stück Stoffrest, ein Geschirrtuch oder ein kleiner Stoffbeutel: Die Alternativen zum klassischen Geschenkpapier sind nicht nur nachhaltig, sondern auch kreativ und besonders. Die Stoffverpackung kann später einfach wiederverwendet oder selbst zum Geschenk werden. Indem wir auf Geschenkpapier verzichten, zeigen wir unseren Kindern spielerisch, dass Umweltschutz schon bei kleinen Dingen beginnt – und feiern Geburtstage mit weniger Müll und genauso viel Freude.

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Hält länger und ist recyclebar: Brotdosen und Trinkflaschen aus Edelstahl statt Plastik

Im Kita-Alltag sind Brotdosen und Trinkflaschen täglich im Einsatz – umso besser, wenn sie langlebig und umweltfreundlich sind! Edelstahl statt Plastik ist hier die clevere Wahl. Sie mögen zwar in der Anschaffung etwas teurer sein, sind dafür aber deutlich robuster, halten länger und sind vollständig recyclebar. Außerdem geben sie keine schädlichen Stoffe oder Mikroplastik an das Essen oder Trinken ab. Das schützt die Gesundheit unserer Kinder und entlastet die Umwelt – jeden Tag aufs Neue in der Frühstückspause.

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Gemeinsam mit Kindern Obst & Gemüse anbauen

Schon die Kleinsten haben großen Spaß daran, Samen in die Erde zu stecken und zu beobachten, wie daraus etwas Essbares wächst. Ob im Garten, auf dem Balkon, im Nachbarschafts-Hochbeet oder sogar auf der Küchen-Fensterbank – Platz für ein kleines „Mini-Beet“ findet sich fast überall. Tomaten, Kresse oder Erdbeeren sind zum Beispiel einfach und schnell zu ziehen.

Das gemeinsame Gärtnern vermittelt Kindern spielerisch, wo unser Essen herkommt, was gerade Saison hat und warum regionale Lebensmittel so wertvoll sind. Nebenbei fördert es Geduld, Verantwortung und Achtsamkeit in der Natur. Und es macht große Freude, die selbst gezogenen Früchte später gemeinsam zu ernten und zu probieren!

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Gesund essen – Klima schützen: Weniger Fleisch und Wurst im Kita-Alltag

Eine ausgewogene Ernährung stärkt nicht nur die Gesundheit unserer Kinder – sie leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, den Konsum tierischer Produkte sowohl aus ökologischen, als auch gesundheitlichen Gründen zu reduzieren. Aus Gesundheitssicht enthalten stark verarbeitete Wurstwaren häufig viel Fett, Salz und Zusatzstoffe – und sollten daher im Kita-Alltag nur selten auf dem Speiseplan stehen. Aus Umweltsicht verursachen tierische Lebensmittel deutlich mehr Treibhausgase und benötigen mehr Wasser, Energie und Fläche als pflanzliche Alternativen. Im Kita-Alltag darf daher das klassische Wurstbrot gerne häufiger mal durch leckere vegetarische Alternativen ersetzt werden – wie Hummus, Frischkäse oder bunte Gemüseaufstriche. Und noch ein Tipp: Gerade in gut gewürzten oder gebackenen Speisen fällt kaum auf, wenn statt Kuhmilch pflanzliche Hafermilch verwendet wird – das ist genau so lecker und dabei noch klimafreundlich!

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Gutes muss nicht weit weg sein: Als Entdecker*innen draußen unterwegs

Die größten Abenteuer beginnen oft direkt vor der Haustür. Kinder brauchen keine weiten Ausflüge, um zu staunen, zu forschen und aktiv zu sein. Ein Spaziergang im Wald, eine Wiese hinter der Kita oder der nahegelegene Park werden schnell zu spannenden Orten für kleine Forscher*innen und Naturentdecker*innen. Ganz nebenbei tun wir dabei etwas für die Umwelt: Kurze Wege, weniger Autofahrten und keine aufwendigen Materialien – nur offene Augen, Fantasie und ein bisschen Zeit. Im Tannenbusch etwa könnt ihr im Frühling mit etwas Glück kleine Lämmer und andere Tierbabys entdecken, im Sommer lassen sich tolle (Pfauen-)Federn finden, im Herbst locken Eicheln, Kastanien und Blätterhaufen nach draußen und im Winter können Pfützen auch schon mal im gefrorenen Zustand erforscht werden. Und jederzeit kann für nur 10 Cent an den Automaten Tierfutter für die Enten, Ziegen, Rehe und Mufflons des Tannenbuschs gekauft werden!